Ablaze #18

Die Death-Metal-Hoffnung für Deutschland heißt AARDVARKS und kommt aus Bonn. Nachdem ich die Band bei Rheinkultur gesehen habe, zählt sie auf jeden Fall zu meinen Nachwuchsfavoriten. Vorliegendes Demo »Eyes« ist zwar nicht mehr das aktuellste, allerdings ist es in Zeiten des ewig gleichen Schwarzmetall-Gschrammels eine gelungene Abwechslung. Vergleiche zu suchen bringt nichts, denn bei den 35 Minuten handelt es sich um sehr eigenständiges Material, auch wenn manchmal sehr breaklastig agiert wird. Normalerweise gefällt mir sowas eher weniger, jedoch schafft es AARDVARKS das so genial zu verkaufen, daß auch ich nichts dagegen einzuwenden habe. Die Musik treibt beständig weiter voran. Gleich der Opener »Merry-Go-Round« ist die 10 Mark wert, die dieses Demo kostet. Ein weiterer Höhepunkt ist »For God And The Nation«. Daß es dieser Band noch nicht vergönnt war, ein würdiges Label zu finden, ist nahezu unglaublich. Denn die spielerische Qualität, die hier an den Tag gelegt wird, zeigt, daß der Todmetal seinem Namen immer noch ein Schnippchen schlägt und weiterhin recht lebendig ist. Ab Oktober wird auch ein neuer Song namens »Farkas’ Lemma«, der sich durch eine noch bessere Produktion auszeichnet, auf dem »Deathophobia V«-Sampler zu haben sein.

Tineath

 

Chaos #6

Fuck, I almost forgot AARDVARKS to feature in this issue! These two guys from the current capital of Germany perform very good death/thrash with some remnants of the traditional heavy metal genre. This tape is a re-release of their debut demo »Eyes« from ’94. I don’t know the original version, but this one comes with a full coloured booklet and an overwhelming production, if you consider that it’s just a demo. And as I mentioned earlier, those brothers of metal really know how to handle their instruments, so I can really advice you to get in touch with AARDVARKS, cause they’re definitely one of the better bands from Germany.
Schenk

Eternity #5

Ein einfach nur geiles Demo, welches schon optisch durch ein ansprechendes Farbcover besticht und über eine astreine Produktion verfügt kommt hier aus Bonn. Klassische Metal Elemente vermengen sich hier mit derbem Thrash, der teilweise die Grenzen zum Death leicht torpediert. Straightes Riffing mit technischen Schmankerln gespickt wird mit astreinen Drums von Doublebasseinlagen bis hin zu Midtempopassagen gepaart bilden hier vielleicht DAS Demo dieser Ausgabe! Der Gesamteindruck der Tapes liegt nach wie vor im klassischen Bereich des Thrashs. Dieses Demo knallt dermassen und ist wohl der beste Beweis dafür, das »moderner« Metal nicht zwangsläufig etwas mit Industrial, Hardcore, Alternative oder was auch immer zu tun haben muss. Metal pur! Den passendsten Satz hierfür entnehme ich mal ganz frech dem beiliegendem Info: »Kraft, Aggression und Melodie werden zu einem harmonischem Gesamtkonzept verknüpft« steht da geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf – Diese 5 Songs plus Intro sorgen garantiert für ein ganzes Wochenende Nackenschmerzen – glaubt mir, diese 10,– DM kann man garnicht bereuen!!!
Kai Wilhelm

Himnos Rituales de Guerra #3 (Colombia/SA)

This is one of the best bands in the German underground. This demo, which is new to me although it was released three years ago, consists of five tracks plus an intro – »Rise Raw«.Eyes is a demo that remind in some tracks to Sodom, Kreator and Slayer. More and more killer riffs, powerful vocals and heavy/melodic passages with excellent guitar solos. This demo is to be enjoyed by every headbanger. The cover artwork is excellent as well as the production. The band was formed in 1993 by the Meyer de Voltaire brothers, Guido and Andreas.
Jimmy Ruiz

Hypnosis #5

Alter Schwede, was ist denn jetzt kaputt! Das Demo ist von 1994 und hat einen Sound von anno 1997, die Killer-Riffs von DEATH, BOLT THROWER usw! Ich glaube ich spinne! Die Songs sind der absolute Oberhammer und ungelogen geiler als mindestens 45 CDs die mir auf Anhieb einfallen. Die Stimme ist absolut oberprofessionell, nicht einfach Gegrunze, sondern melodischer Grunzgesang! Das Demo kommt sofort mit ins Auto und wird abgenudelt! Ich liebe dieses Tape! Die Aufmachung ist Killer, der Sound ist Killer, jeder Song ist Killer, mir fällt nix mehr ein als zu sagen, daß Ihr Euch dieses Tape als Death-Metal Freaks zulegen müßt! Ihr verpaßt einfach die Hölle! Das ist mal wirklich was innovatives! Wie es scheint, haben die Jungs ein paar Probleme mit Ihrem Line-up, aber ich hoffe, das wird sich bald ändern.
Sven »The Alarm« Kobe

Mystical Music #3

Okay, auch an diesem Demo hat die Zeit schon etwas geknabbert, aber das hat meinem Erstaunen über die schon sehr ausgereifte Spielweise der Bonner Band mit dem verrückten Namen AARDVARKS keinen Abbruch getan. Das Demo hat sechs sehr gitarrenorientierte Songs im Aufgebot. Der Aufbau und die technische Spielweise der Gitarristen ist schon ziemlich fortgeschritten. Der Stil der Band kann als Death/Thrash-Metal mit viel Variation und frischen Elementen beschrieben werden. Die Band verbindet geschickt energiereiche Thrashparts mit atmosphärischen Einlagen und in Verbindung mit einer überzeugend kräftigen Produktion klingt das Material recht vielversprechend, insbsondere angesichts der Tatsache, daß hier lediglich ein Demoerstling vorliegt. Die Songs sind vom Aufbau her teilweise etwas gewöhnungsbedürftig und es fehlt hier und da noch das gewisse Fingerspitzengefühl im Songwriting, aber dennoch tut das der Qualität dieses wirklich überdurchschnittlichen Demowerks keinen Abbruch. Neues Songmaterial dürfte bald zur Veröffentlichung vorliegen und geplant ist nach Bandangaben eine 3-Song Promo-CD.
Ralf Hauber

No Compromise #10

Das 94er Demo der Bonner Szenegrößen AARDVARKS ist immernoch der Hammer und sei deshalb in diesem Rahmen noch einmal auf dem weiten Markt der Empfehlungen feilgeboten. Klassisch-böser und groovender Death-Metal der druckvollen und dynamischen Sorte mit einem Sänger, der das Grunzen auch beherrscht! Hits wie »Merry-Go-Round« (das etwas andere Karnevalslied) oder »Mi Lai« sind nach wie vor fester Bestandteil des Sets, aber bald kann sich »Eyes« auf einen jüngeren Bruder freuen, denn das neue Demo ist auf dem Weg und hoffentlich findet sich dann (so Rigor – der Schutzpatron der Band – will) auch die Plattenfirma, die das Ganze auf CD bannen und bundesweit vertreiben will.
Monchy

Tombstone

If you check this page you will see that we have reviewed their CD and that it also received a high grade. »Eyes« is their first demo (recorded back in 1994) and it is also very good. Maybe a little more primitive, more raw sounding, but still Thrash Metal and still with good songs. Their influences are coming from classic Thrash bands, such as Sepultura, old Kreator and old Mettalica (of Kill ’em All era). They have groovy songs, with excellent guitar riffs and a voice that fits perfectly with their sound. The demo contains 33 minutes of pure Thrash that’s gonna make you bang your head from the first second. These guys are really great and the grade is lower than the CD only because of the production. At last a band that’s certainly improving from one album to the other and that can really make it. 7/10

www.wrox.net

Das ’94 Demo „Eyes“ kommt zwar auf Kassette daher, stet aber in Punkto Qualität dem nachfolgendem ’99 Album „Pronfondo Rosso“ auf CD in nichts nach.
Der erste Song „RISE RAW“ der Bonner dient mit einer Laufzeit von 1:21 als Intro und zeigt gleich zu Anfang das hier ware Könner am Werk sind. Fette zweistimmige Gitarrenläufe der Brüder Meyer de Voltaire, gespickt mit nem gutem Bass und guten Drums.
Nach so einem Einstieg hätte ich allerdings einen Song erwartet der voll auf die Tube drückt. Dieser wurde aber leider auf Platz 3 verwiesen. Denn erst bei diesem Lied beweist die Band erst richtig ihre Qualitäten. Langsames grooviges Intro,quasi die Ruhe vor dem Sturm, und dann bricht das Unwetter vor dem Hörer aus. „FOR GOD & THE NATION“ waltzt den Zuhörer nach dem Intro erstmal 20 Sekunden platt, um danach wieder mit einem guten abwechslungreichen Groove und geilen Growls zu beeindrucken. Sehr geil. Und mit dieser Masche, zwischen Midtempo und DoubleBass-Attacken hin und her zu wechseln, machen die Lieder durchgehend interessant und verleiht dem Album eine eigenwillige Dynamik.
Beim nächsten Lied hab ich sofort gedacht, haha, geklaut, eindeutig Megadeth „Black Curtains“, Blick ins Booklet (sehr professionell) von Kase und Megadeth-CD. Verdammt geht ja garnich, die Kasse is ja früher rausgekommen!!! Respekt Jungs, haben die glatt von euch geklaut! 😉
Einer meiner Favoriten „Wounded Childhood“ geht nen bißchen in Richtung Slayer gepaart mit dem Groove von Benediction und verführt mit seinen 7 Minuten sofort zum mit bangen. Hammerriff gleich am Anfang, Vollgas bis zum groovigen Refrain. Nochmal Vollgas. Interessanter Mittelteil zum Ausruhen, geiles Solo. Wieder „Volle Kanne“ und Schluß. So musses sein!!!
Das letzte Lied und gleichzeitig längste Lied „MERRY-GO-ROUND“ wird durch ein Intro von einer Querflöte (glaub ich,hab keine Ahnung vom Blasen) eingeleitet. Die Melodie wird von der Gitarre aufgegriffen und als trashige midtempo Nummer fortgeführt. Erinnert zeitweise an Sepultura’s „Chaos A.D.“.
In allem ein interessantes Album, das an keiner Stelle langweilig wird, und trotz des Erscheinungsdatum von ’94 nicht altbacken wirkt, sondern sehr eigenständig und abwechslungsreich.
Für diejenigen die noch Kassetten zu Hause abspielen können, und auf Metal zwischen Trash und Death stehen, kann ich nur sagen, zugreifen.
Einziges Manko, Kassette, sonst, geiles Booklett, fette Produktion, kleiner Preis, keine Langeweile und deshalb die 9 Punkte.